Dunum und umzu

Auftakt für den Wandel

In was für einem Dorf wollen wir leben? Wie begegnen wir den aktuellen und künftigen Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Digitalisierung und gesellschaftlichem Wandel? Das sind nur einige der zentralen Fragen, die uns (das sind: Andrea Janssen und Martin Ebert, Katrin und Klaas Kamp sowie Philipp Landgraf) dazu getrieben haben, die Initiative „Dunum und um zu“ ins Leben zu rufen. Inspiriert von der Transition Town-Bewegung, die 2006 um Rob Hopkins im britischen Totnes entstand und durch bürgerschaftliches Engagement eine verschlafene Kleinstadt in eine bunte Gemeinde mit Repair-Cafés, Gemeinschaftsgärten, einem Film-Festival, einer Regionalwährung und eigener Brauerei verwandelte, ist es Ziel der Initiativgruppe, auf lokaler Ebene auf die zentralen Probleme unserer Zeit zu reagieren und einen gesellschaftlichen und ökologischen Wandel auf dem Lande einzuleiten. Dabei gehen wir davon aus, dass die Politik zu träge, unwillens oder unfähig ist, die notwendigen Schritte zu tun, und nur auf Absichtserklärungen und freiwillige Verpflichtungen setzt. Wir bauen hierbei auf die Überzeugung, dass persönliches Handeln vor Ort mehr bewirken kann als Politik und schwerfällige Institutionen.

Nachdem in der zweiten Junihälfte nach und nach unsere 500 bunten Flyer in Dunum und Umgebung in den Briefkästen gelandet waren und sich schon das eine oder andere interessante Gespräch ergeben hatte, fand am vergangenen Samstag, den 13. Juli, im Hayungshof als Startschuss die Auftaktveranstaltung statt. Unsere anfängliche Sorge, dass nur wenige Leute erscheinen würden, erwies sich als völlig unbegründet: Zu unserer freudigen Überraschung fanden sich knapp 70 Interessierte im Hayungshof ein, folgten unserem Vortrag über Hintergründe und Ziele der Initiative, stellten Fragen, hakten nach und tauschten anschließend Ideen aus. Schon bei dieser Gelegenheit konnten wir erkennen, wie viele tolle Leute in unserer Nachbarschaft leben, welche Projekte schon laufen oder früher einmal liefen und welche Ideen und Fähigkeiten nur darauf warten, ein offenes Betätigungsfeld zu finden.

Unter dem Motto „Einfach. Jetzt. Machen.“ sollen nun auf dem ersten Planungstreffen am 03. August Arbeitsgruppen entstehen, die Projekte z. B. aus den Themenbereichen Natur- und Umweltschutz, Mobilität und Verkehr oder Kultur und Dorfgemeinschaft durchführen.

Wir hoffen dabei darauf, dass sich nicht nur immer mehr Menschen aus Dunum und Umgebung für unsere Idee begeistern, sondern dass auch die Dorfgemeinschaft dabei näher zusammenrückt und sich in Zusammenarbeit mit den bestehenden Vereinen und Einrichtungen eine lebendige Vielfalt in einem blühenden und buntem Dorf entwickeln kann. Dabei sind wir offen für alle, die Lust und Zeit haben, sich für unser Dorf und seine Umgebung zu engagieren, ganz gleich, ob sie sich eher für den Klimaschutz oder eher für Themen wie Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft interessieren. Wichtig ist uns, dass etwas passiert. Und zwar nicht erst 2038.

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